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Arbeit neu denken: HP zeigt, dass Unternehmen 85 % der Fakto…

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An einem regnerischen Montagmorgen im Jahr 2016 sitzt eine Teamleitung in München in einem grell beleuchteten Büro und prüft Tabellen auf einem Desktop-PC. Das Team arbeitet im selben Gebäude – verbunden durch räumliche Nähe statt durch ein gemeinsames Ziel. Meetings finden an physischen Tischen statt, nicht per Videocall. Entscheidungen werden top-down getroffen. Tools sind einheitlich. Und Technologie ist zwar hilfreich, passt sich jedoch nicht an die Bedürfnisse einzelner Mitarbeitender an.

So sah das traditionelle Arbeitsmodell aus: strukturiert, zentralisiert und auf Aufgaben fokussiert. Dann kamen Remote Work, digitale Beschleunigung – und nun der Aufstieg der KI. Diese Veränderungen haben nicht nur beeinflusst, wo wir arbeiten, sondern stellen infrage, wie wir arbeiten – und sogar, warum wir arbeiten.

Heute, im Jahr 2026, beginnt dieselbe Teamleitung den Tag vielleicht am Küchentisch, in einem Coworking Space oder in einer ruhigen Hotellobby zwischen Kundenterminen. Der „Schreibtisch“ ist ein leichtes, KI-gestütztes Gerät, das sich an den individuellen Arbeitsstil anpasst: Es fasst Meeting-Notizen zusammen, priorisiert Aufgaben und erkennt dringende Themen, bevor sie zu Problemen werden. Das Team ist über mehrere Städte verteilt, bleibt aber eng verbunden – über gemeinsame digitale Räume. Zusammenarbeit findet in Echtzeit statt, über Zeitzonen hinweg. Und Leistung wird nicht mehr an Stunden im Bürostuhl gemessen, sondern an Ergebnissen, Vertrauen und Kreativität.

Arbeit ist flexibler geworden, aber auch anspruchsvoller. Grenzen verschwimmen. Tools werden intelligenter. Und der Druck, Schritt zu halten, wächst. In dieser neuen Arbeitswelt ist Technologie nicht länger impartial – sie ist ein Partner. Und laut dem HP Work Relationship Index 2025 hängt es von etwas Grundsätzlicherem als Software ab, ob sich diese Partnerschaft stärkend oder erschöpfend anfühlt.

Eine neue Art der Entfremdung

Die globale Studie, die HP mit 15.600 Beschäftigten in 12 Ländern durchgeführt hat, zeigt: Nur 20 % der Wissensarbeiter:innen haben heute eine gesunde Beziehung zur Arbeit. In Deutschland liegt dieser Wert sogar noch niedriger: Nur 19 % der Befragten geben an, sich in ihrem Arbeitsumfeld wirklich engagiert, unterstützt und erfüllt zu fühlen.

Was steckt hinter dieser wachsenden Unzufriedenheit? Der Bericht zeigt: Trotz Fortschritten bei Flexibilität und digitalem Zugang fühlen sich viele Beschäftigte von der Führungsebene entfremdet, erleben zu wenig Unterstützung durch ihre Tools und werden bei Entscheidungen nicht ausreichend einbezogen.

In Deutschland ist insbesondere das Gefühl von Sinn und Anerkennung bei der Arbeit gering ausgeprägt. Nur 35 % der deutschen Büroangestellten sagen, ihre Arbeit gebe ihnen ein Gefühl von Zweck und Bedeutung. Nur 19 % empfinden ihre Tätigkeit als wirklich sinnvoll, und lediglich 16 % erleben ein Gefühl von Erfüllung – beides deutlich weniger als im Vorjahr. Weltweit fühlen sich nur 39 % der Beschäftigten ausreichend anerkannt für ihren Beitrag.

Das sind Herausforderungen, die lösbar erscheinen – doch sie treffen den Kern dessen, warum Menschen arbeiten und was sie langfristig motiviert und bindet.

Die zentrale Erkenntnis ist klar: Neue Technologien allein reparieren keine gestörte Beziehung zur Arbeit. Dafür braucht es ein Umdenken – eines, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

KI braucht einen menschenzentrierten Einsatz

KI hat das Potenzial, Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern. Doch HPs Ergebnisse warnen davor, KI als alleinige Lösung zu betrachten.

Mitarbeitende, die ihrer Führung vertrauen, sind 2,5-mal eher bereit, neue Technologien anzunehmen. Wird KI jedoch ohne Dialog, ohne…



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